Das Elektro-SUV von Volkswagen bekommt einen bekannten Namen: Der ID. Tiguan ersetzt künftig sowohl den ID.4 als auch den ID.5. Das hat VW am 28. September 2026 in Wolfsburg offiziell bestätigt. Die Weltpremiere soll Anfang Oktober stattfinden, zu den Händlern kommt das Auto Anfang 2027. Der klassische Tiguan mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieb bleibt daneben im Angebot.
Damit überträgt Volkswagen nach dem ID. Polo und dem ID. Cross bereits den dritten etablierten Modellnamen auf ein Elektroauto. Die Zeit der reinen Nummernbezeichnungen im ID.-Programm geht damit weiter zu Ende.
Was Volkswagen offiziell bestätigt hat
Die Pressemitteilung ist knapp gehalten. Fest steht Folgendes:
| Punkt | Stand laut VW (28.09.2026) |
|---|---|
| Modellname | ID. Tiguan |
| Fahrzeugtyp | Vollelektrisches SUV, komplett neu gestaltet |
| Ersetzt | ID.4 und ID.5 |
| Weltpremiere | Anfang Oktober 2026 |
| Markteinführung | Anfang 2027 |
| Verbrenner-Tiguan | Bleibt mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieben im Programm |
| Preis, Akku, Reichweite | Noch nicht veröffentlicht |
Einen genauen Termin nennt die Mitteilung selbst nicht. Mobiflip und das Schweizer Autoportal vybe berichten unter Berufung auf einen Instagram-Beitrag von Volkswagen vom 9. Oktober als Premierendatum. Ein Datum für den Bestellstart gibt es noch nicht.
Beim Design verspricht VW den Auftritt eines Fahrzeugs aus der nächsthöheren Klasse, viel Platz im Innenraum und eine einfachere Bedienung. Die veröffentlichten Fotos zeigen allerdings nur getarnte Vorserienautos mit gelb-grauer Folie. Zu erkennen sind eine durchgehende Lichtleiste vorn und hinten sowie eine kantigere Karosserie, die näher am Verbrenner-Tiguan liegt als der bisherige ID.4.

Warum VW den Namen Tiguan nutzt
Volkswagen begründet den Schritt mit der Bekanntheit der Marke Tiguan. Markenchef Thomas Schäfer sagt dazu: „Mehr als 8,3 Millionen produzierte Tiguan belegen die Stärke und das Vertrauen, die mit diesem Modellnamen verbunden sind.“
Die Zahlen aus der Mitteilung zeigen, worum es geht:
- Tiguan (alle Generationen): über 8,3 Millionen gebaute Fahrzeuge
- Tiguan und Tayron zusammen: im vergangenen Jahr deutlich mehr als eine Million Auslieferungen
- ID.4 und ID.5 zusammen: mehr als 950.000 Auslieferungen seit 2021
Der ID.4 gehört damit zu den erfolgreichsten Elektro-Baureihen des Konzerns. Gegen die Zugkraft des Namens Tiguan wirkt er trotzdem klein. Für Kundinnen und Kunden, die vom Verbrenner umsteigen, soll ein vertrauter Name die Entscheidung erleichtern. Den gleichen Weg ist VW bereits mit dem ID. Polo gegangen, für den der Konzern nach eigenen Angaben über 40.000 Vorbestellungen gesammelt hat, wie wir im Bericht über die Bestellzahlen beschrieben haben.
Was aus ID.4 und ID.5 wird
VW spricht ausdrücklich von einem Nachfolger für beide Modelle. Ein eigenständiges Coupé-SUV nach Art des ID.5 erwähnt die Pressemitteilung nicht. Ob es später eine Variante mit abfallender Dachlinie gibt, ist offen. Golem geht davon aus, dass es einen ID.5 künftig nicht mehr gibt.
Für Besitzerinnen und Besitzer eines ID.4 oder ID.5 ändert sich durch die Umbenennung zunächst nichts: VW hat keine Änderungen bei Garantie, Service oder Software-Updates angekündigt. Wer aktuell einen ID.4 kaufen will, sollte aber wissen, dass ein Modellwechsel bevorsteht. Das kann beim Händler Spielraum für Nachlässe eröffnen, hat aber auch Folgen für den späteren Wiederverkaufswert.

Was noch offen ist
Die wichtigsten Kaufargumente fehlen noch. Volkswagen hat keine technischen Daten veröffentlicht: weder Batteriegrößen noch Reichweite, Ladeleistung oder Motorleistung. Auch das Produktionswerk nennt die Mitteilung nicht. Bislang läuft der ID.4 unter anderem im niedersächsischen Werk Emden vom Band, wo seit Mai 2022 Elektroautos gebaut werden.
In Fachmedien kursieren bereits Angaben zur Plattform (eine weiterentwickelte Version des Elektrobaukastens MEB), zu Akkugrößen und zu einem Einstiegspreis. Diese Zahlen stammen nicht aus der offiziellen Mitteilung. Wir nennen sie deshalb hier nicht und ergänzen den Artikel, sobald VW bei der Premiere Daten und Euro-Preise für Deutschland veröffentlicht.
Einordnung: VW baut sein Elektro-Programm um
Die Umbenennung passt zu einer größeren Neuordnung. Volkswagen meldet in Deutschland inzwischen mehr Bestellungen für Elektroautos als für Verbrenner, und mit ID. Polo und ID. Cross kommen günstigere Einstiegsmodelle. Der ID. Tiguan soll darüber die Mittelklasse abdecken, also das Segment, in dem der Verbrenner-Tiguan seit Jahren zu den meistverkauften SUV in Deutschland gehört.
Der Wettbewerb ist dort stark. Zu den direkten Konkurrenten zählen Skoda Enyaq, Tesla Model Y, Hyundai Ioniq 5 und Kia EV5 sowie neue Modelle chinesischer Hersteller. Wie sich der Markt für E-Autos in Deutschland zuletzt entwickelt hat, zeigt unser Überblick über die Neuzulassungen bis August 2026.
Häufige Fragen
Wann kommt der VW ID. Tiguan?
Die Weltpremiere ist laut VW für Anfang Oktober 2026 geplant, Fachmedien nennen den 9. Oktober. Zu den Händlern kommt das Auto Anfang 2027.
Ersetzt der ID. Tiguan den ID.4?
Ja. Volkswagen bezeichnet den ID. Tiguan offiziell als Nachfolger von ID.4 und ID.5.
Was kostet der VW ID. Tiguan?
Das ist noch nicht bekannt. Volkswagen hat bisher keine Preise veröffentlicht, auch nicht für Deutschland.
Gibt es den Tiguan weiterhin als Verbrenner?
Ja. Der bisherige Tiguan wird laut VW weiter mit Verbrenner- und Hybridantrieben angeboten, der ID. Tiguan ergänzt ihn als Elektroversion.
Wie groß ist der Akku des ID. Tiguan?
Offizielle Angaben zu Akku, Reichweite und Ladeleistung gibt es noch nicht. Volkswagen dürfte sie zur Premiere nennen.











