Der elektrische BMW i3 der Neuen Klasse wird günstiger: Mit dem i3 40 xDrive gibt es ab sofort ein Einstiegsmodell für 59.900 Euro. Es kommt mit einem 82,8 kWh großen Akku und soll nach WLTP bis zu 710 Kilometer weit fahren. Gleichzeitig ist die reguläre Version des i3 50 xDrive für 65.900 Euro bestellbar. Bisher konnten Kunden in Deutschland nur die teure First Edition ordern.

Damit ist die Preisstruktur der vollelektrischen 3er-Limousine erstmals komplett. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell liegen gut 15.000 Euro. Die Unterschiede betreffen vor allem Akku, Leistung und Ladetempo, nicht den Allradantrieb: Beide Versionen haben zwei Elektromotoren.

Welche i3-Varianten kann man jetzt bestellen?

Stand 30. September 2026 bietet BMW in Deutschland drei Konfigurationen an. Die First Edition ist seit Juni im Konfigurator, die beiden anderen Varianten sind neu hinzugekommen.

BMW i3 (Neue Klasse): die drei bestellbaren Varianten
Grafik: dasTECHNO · Daten: BMW Group, electrive, bimmertoday (Stand 30.09.2026)
VariantePreis abLeistungAkku nettoWLTP-Reichweite
i3 40 xDrive59.900 €275 kW (374 PS)82,8 kWhbis 710 km
i3 50 xDrive65.900 €345 kW (469 PS)108,7 kWhrund 900 km
i3 50 xDrive First Edition75.340 €345 kW (469 PS)108,7 kWh758–906 km

Für die First Edition nennt BMW offiziell eine Spanne von 758 bis 906 km. Für den regulären i3 50 xDrive berichten Fachmedien von bis zu 912 km. Die genaue Zahl hängt von Rädern und Ausstattung ab, im Konfigurator sollten Sie deshalb auf den Wert für Ihre Wunschkonfiguration achten.

Was steckt im i3 40 xDrive?

Das neue Basismodell nutzt dieselbe Plattform und dieselbe 800-Volt-Architektur wie der größere i3. Die Unterschiede im Detail:

  • Antrieb: Hinten arbeitet eine Synchronmaschine mit 195 kW, vorn eine Asynchronmaschine mit 123 kW. Zusammen stehen 275 kW und 520 Nm bereit.
  • Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 5,4 Sekunden, abgeregelt wird bei 200 km/h. Der i3 50 xDrive braucht 4,7 Sekunden.
  • Akku: 82,8 kWh netto statt 108,7 kWh. Der kleinere Speicher macht das Auto laut BMWBlog rund 115 kg leichter, das Leergewicht liegt bei etwa 2.090 kg.
  • Laden: Am Schnelllader sind bis zu 300 kW möglich (i3 50: 400 kW). Von 10 auf 80 Prozent soll es in rund 21 Minuten gehen. Zehn Minuten Ladezeit sollen für etwa 337 km reichen.
  • Wechselstrom: Serienmäßig 11 kW, optional 22 kW.
  • Bidirektionales Laden: Die Limousine kann Geräte mit bis zu 3,7 kW versorgen und ist für Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Grid mit 11 kW vorbereitet. Ob Ihr Stromanbieter und Ihre Wallbox das unterstützen, ist eine andere Frage.
Weißer BMW i3 der Neuen Klasse in einer Kurve an einer Felswand, im Hintergrund das Meer in der Abenddämmerung
Bild: BMW Group

Für wen lohnt sich welche Version?

Rechnet man Preis durch Reichweite, liegt der i3 40 xDrive bei rund 84 Euro pro WLTP-Kilometer, der i3 50 xDrive bei etwa 73 Euro. Die größere Batterie bekommen Sie also vergleichsweise günstig. Für Vielfahrer auf der Autobahn ist der Aufpreis von 6.000 Euro deshalb gut investiert, zumal auch die Ladeleistung höher ist.

Wer dagegen überwiegend pendelt und zu Hause lädt, kommt mit 710 km Normreichweite sehr weit. Im Winter und bei Autobahntempo wird die reale Reichweite deutlich darunter liegen, das gilt aber für beide Varianten gleichermaßen. Ein Vergleich aus eigenen Fahrten ist uns nicht möglich, die Angaben stammen aus den Datenblättern.

Für Dienstwagenfahrer interessant: Beide Grundpreise liegen unter der Grenze von 100.000 Euro Bruttolistenpreis, bis zu der nach aktueller Rechtslage die ermäßigte 0,25-Prozent-Regel für Elektroautos greift. Mit Sonderausstattung ändert sich daran in der Regel nichts. Ihre persönliche Steuerlast sollten Sie aber mit Ihrem Arbeitgeber oder Steuerberater klären.

Wann wird ausgeliefert?

BMW spricht beim i3 von einem Marktstart im Herbst 2026. Die Serienproduktion läuft im Münchner Stammwerk. Einen konkreten Liefertermin für die jetzt bestellten Basisvarianten hat BMW öffentlich nicht genannt. Da die First Edition seit Juni vorbestellt werden kann, dürften deren Käufer zuerst beliefert werden. Die tatsächliche Lieferzeit erfahren Sie beim Händler oder im Konfigurator.

Kommt noch ein günstigerer i3 mit Hinterradantrieb?

Offiziell angekündigt ist das nicht. Beim Schwestermodell iX3 hat BMW im März 2026 allerdings eine Version „40" mit nur einem Motor und Hinterradantrieb vorgestellt, die 235 kW (320 PS) leistet. Ein solcher Schritt wäre beim i3 naheliegend und würde den Einstiegspreis weiter senken. Nach oben soll 2027 laut electrive ein i3 M60 xDrive folgen.

Einordnung: Der wichtigste BMW der nächsten Jahre

Der 3er ist seit Jahrzehnten BMWs Volumenmodell, und die elektrische Neuauflage tritt gegen Elektro-Limousinen wie Tesla Model 3 und Mercedes CLA an. Mit knapp 60.000 Euro liegt der Einstieg klar über dem Model 3, die Normreichweite des i3 40 xDrive ist dafür für diese Klasse hoch.

Der Zeitpunkt passt: Von Januar bis August 2026 wurden in Deutschland 53 Prozent mehr Elektroautos neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum, wie die ACEA-Zahlen bis August zeigen. Auch Volkswagen zieht mit dem ID. Tiguan als Nachfolger von ID.4 und ID.5 nach, und Mercedes wurde für den elektrischen GLC ausgezeichnet. Der Wettbewerb bei deutschen Elektro-Premiumautos wird also gerade deutlich schärfer.

Häufige Fragen

Was kostet der günstigste BMW i3 der Neuen Klasse?

Der i3 40 xDrive startet in Deutschland bei 59.900 Euro. Das ist aktuell der niedrigste Einstiegspreis.

Wie weit kommt der BMW i3 40 xDrive?

BMW nennt bis zu 710 km nach WLTP. Im Alltag, besonders bei Kälte und auf der Autobahn, ist mit weniger zu rechnen.

Hat der i3 40 xDrive Allradantrieb?

Ja. Wie der i3 50 xDrive hat er einen Motor an jeder Achse. Eine Version mit Hinterradantrieb gibt es derzeit nicht.

Wie schnell lädt der BMW i3?

Der i3 40 xDrive lädt mit bis zu 300 kW, der i3 50 xDrive mit bis zu 400 kW. Von 10 auf 80 Prozent sind jeweils rund 21 Minuten angegeben.

Wann wird der neue BMW i3 ausgeliefert?

BMW nennt den Herbst 2026 als Marktstart. Einen genauen Liefertermin für die Basisversionen gibt es noch nicht.