Die Deutsche Telekom hat laut dem aktuellen Barometer des Messdienstes nPerf die beste 5G-Abdeckung in Deutschland. Beim 5G-Index kommt das Netz der Telekom auf 81,26 Prozent, Vodafone folgt mit 71,01 Prozent vor O2 Telefónica mit 68,95 Prozent. Bei 4G ist der Abstand dagegen minimal, und hier schiebt sich O2 sogar knapp an Vodafone vorbei.

Die Zahlen wurden Ende September 2026 veröffentlicht und von mehreren deutschen Fachmedien aufgegriffen. Wir ordnen ein, was die Werte bedeuten, wo die Unterschiede zwischen den Bundesländern liegen und was Sie daraus für die Wahl Ihres Tarifs ableiten können.

Die Ergebnisse im Überblick

nPerf weist nicht nur einen Gesamtindex aus, sondern schlüsselt die 5G-Abdeckung auch nach Bevölkerung und nach Fläche auf. Gerade der Flächenwert zeigt, wie groß die Lücken abseits der Städte noch sind.

KennzahlTelekomVodafoneO2
5G-Index81,26 %71,01 %68,95 %
4G-Index96,90 %95,26 %96,19 %
5G-Abdeckung nach Bevölkerung89,19 %80,20 %78,97 %
5G-Abdeckung nach Fläche73,33 %61,83 %58,94 %
Netzabdeckung in Deutschland: nPerf-Barometer 2026
Grafik: dasTECHNO · Daten: nPerf (via teltarif.de, mobiFlip, Caschys Blog)

Beim 5G-Netz liegt die Telekom damit rund zehn Punkte vor der Konkurrenz. Bezogen auf die Bevölkerung erreichen alle drei Anbieter jeweils deutlich höhere Werte als bezogen auf die Fläche. Das ist typisch: Netzbetreiber bauen zuerst dort aus, wo viele Menschen wohnen, dünn besiedelte Regionen folgen später.

Überraschung bei 4G: O2 vor Vodafone

Bei der LTE-Abdeckung trennen die drei Netze nicht einmal zwei Prozentpunkte. Die Telekom führt auch hier mit 96,90 Prozent, doch O2 kommt mit 96,19 Prozent auf Platz zwei und verdrängt Vodafone (95,26 Prozent) auf den dritten Rang. In mehreren Bundesländern, darunter Sachsen, das Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg, liegt O2 bei 4G laut teltarif.de sogar vor der Telekom. Vodafone landet in der Länderauswertung durchgehend auf Rang drei.

Für den Alltag heißt das: Beim flächendeckenden Basisnetz sind die Unterschiede zwischen den großen Anbietern inzwischen gering. Spürbare Abstände gibt es vor allem beim 5G-Ausbau.

Große Unterschiede zwischen den Bundesländern

Wie gut 5G verfügbar ist, hängt stark vom Wohnort ab. Den höchsten 5G-Wert misst nPerf in Bremen mit 91,0 Prozent, den niedrigsten in Brandenburg mit 65,3 Prozent. Zwischen Stadtstaat und Flächenland liegen damit mehr als 25 Prozentpunkte. Auch das passt ins Bild: In Stadtstaaten lassen sich mit wenigen Standorten viele Menschen versorgen, in großen, ländlichen Bundesländern braucht es deutlich mehr Masten pro Kunde.

Wie misst nPerf?

nPerf ist ein französischer Messdienst, der Daten per App sammelt. Für das Barometer wertet das Unternehmen Messungen aus der Android-Version seiner App aus; unter iOS gibt Apple die nötigen Signaldaten nicht an Drittanbieter-Apps weiter. Wie viele Messpunkte in die Auswertung eingeflossen sind, geht aus den Berichten nicht hervor.

Wichtig ist außerdem: Das Barometer bewertet, ob ein Netz verfügbar ist, nicht wie schnell es ist. Datenraten, Latenz oder Gesprächsqualität spielen in diesem Ranking keine Rolle. Crowdsourcing-Daten haben zudem einen systematischen Effekt: Gemessen wird dort, wo Nutzerinnen und Nutzer unterwegs sind. Selten besuchte Gebiete fließen weniger stark ein. Klassische Netztests mit Messfahrten auf festen Routen kommen deshalb teils zu anderen Ergebnissen.

Was bedeutet das für Ihre Tarifwahl?

Ein bundesweiter Index ist ein guter Anhaltspunkt, ersetzt aber nicht den Blick auf Ihren eigenen Alltag. Entscheidend ist, wie gut das Netz an Ihrer Wohnadresse, am Arbeitsplatz und auf Ihren täglichen Wegen funktioniert. Dafür eignen sich:

  • die Netzabdeckungskarten der Anbieter selbst,
  • die Karte von nPerf, die echte Messpunkte statt Planungsdaten zeigt,
  • das Mobilfunk-Monitoring der Bundesnetzagentur.

Wer unsicher ist, kann vor einem Anbieterwechsel eine günstige Prepaid-Karte des neuen Netzes einige Tage im Alltag ausprobieren. Auch Discount-Marken wie Congstar (Telekom-Netz), Otelo (Vodafone-Netz) oder Blau (O2-Netz) nutzen die Netze der drei großen Betreiber. Beim Festnetz lohnt sich ebenfalls ein Blick auf den Ausbaustand: Vodafone meldete zuletzt rund 31,5 Millionen gigabitfähige Haushalte im August, und die Bundesnetzagentur hat Preisregeln für Open Access im Glasfasernetz vorgeschlagen.

Häufige Fragen

Welches Netz hat laut nPerf die beste 5G-Abdeckung in Deutschland?

Die Telekom. Sie kommt beim 5G-Index auf 81,26 Prozent, vor Vodafone mit 71,01 Prozent und O2 mit 68,95 Prozent.

Ist O2 bei 4G besser als Vodafone?

Im nPerf-Barometer ja, allerdings nur knapp: O2 erreicht 96,19 Prozent, Vodafone 95,26 Prozent. Die Telekom liegt mit 96,90 Prozent vorn.

Sagt das Barometer etwas über die Geschwindigkeit aus?

Nein. Es misst die Verfügbarkeit von 4G und 5G. Wie schnell das Netz ist, erfasst nPerf in separaten Auswertungen.

In welchem Bundesland ist 5G am besten ausgebaut?

Laut nPerf in Bremen mit 91,0 Prozent. Am niedrigsten ist der Wert in Brandenburg mit 65,3 Prozent.