Samsung hat sein Sicherheitsupdate für November 2026 offiziell gemacht. Das Paket mit der Bezeichnung SMR-NOV-2026 (Security Maintenance Release) ist auf Samsungs Sicherheitsportal seit dem 3. November dokumentiert. Nach der Zählung von ComputerBase behebt es insgesamt 179 Schwachstellen: 155 stammen aus Googles Android-Code, 24 betreffen Samsungs eigene Software. Wann das Update auf Ihrem Galaxy ankommt, hängt von Modell und Region ab.

Was steckt im November-Patch?

Samsung teilt jedes Monatspaket in zwei Blöcke auf. Der erste umfasst Korrekturen, die Google im Android-Sicherheitsbulletin bereitstellt und die Samsung in die eigene Firmware übernimmt. Der zweite enthält Fehler, die nur Galaxy-Geräte betreffen. Diese führt Samsung unter eigenen Kennungen mit dem Präfix „SVE“ (Samsung Vulnerabilities and Exposures).

BereichUmfang laut Samsung bzw. ComputerBase
Android-Lücken (Google), kritisch20
Android-Lücken (Google), hoch und mittelüber 130
Samsung-eigene Lücken (SVE)24, davon 17 öffentlich beschrieben
Betroffene Android-Versionen14, 15, 16 und 17
Gesamt (Zählung ComputerBase)179

Die genaue Aufteilung der als „hoch“ eingestuften Fälle unterscheidet sich je nach Zählweise leicht, weil einzelne CVE-Nummern mehrere interne Fehlerberichte bündeln. Unstrittig sind die 20 kritischen Einträge – sie stammen ausnahmslos aus dem Android-Kern.

Samsung Mobile Security: Firmware-Updates, Monat November 2026 ausgewählt
Bild: Samsung (Screenshot)

„SMS des Todes“ jetzt auch für Galaxy-Nutzer

Ein Eintrag in der kritischen Liste dürfte vielen Lesern bekannt vorkommen: CVE-2026-58882. Hinter der Nummer steckt die Lücke, über die eine unsichtbare WAP-Push-Nachricht den Telefoniedienst abstürzen lassen und so selbst laufende Notrufe beenden kann. Google hatte die Korrektur bereits mit dem Oktober-Patch-Level ausgeliefert, unser Hintergrundbericht zur „SMS des Todes“ erklärt die Details. Dass Samsung die Nummer nun im November-Paket aufführt, ist für Galaxy-Besitzer ein wichtiger Hinweis: Wer bislang einen älteren Patch-Stand hat, sollte das neue Update nicht aufschieben.

Welche Galaxy-Funktionen betroffen sind

Hinweise auf aktive Angriffe nennen weder Samsung noch ComputerBase. Betroffen sind laut Samsungs Liste und ComputerBase unter anderem:

  • der Bootloader (ein Schreibzugriff außerhalb des vorgesehenen Speicherbereichs),
  • Kernanwendungen wie Telefon, Kontakte und Nachrichten, bei denen Berechtigungen nicht sauber geprüft wurden,
  • Widgets auf dem Sperrbildschirm, über die sich ohne Entsperren Anrufe auslösen ließen,
  • eine Umgehung der SIM-Sperre,
  • die Medienverarbeitung (unter anderem beim Abspielen von MKV-Dateien) und ein Kamera-Plugin.

Sieben der 24 Einträge hält Samsung vorerst zurück. Das ist üblich, wenn Details erst veröffentlicht werden sollen, sobald möglichst viele Geräte geschützt sind.

Wann kommt das Update auf Ihr Galaxy?

Eine Modellliste mit Terminen gibt es nicht. Samsung spricht lediglich von einem Wartungsupdate für „wichtige Flaggschiffmodelle“; die Verteilung soll in den kommenden Tagen beginnen. Auf der Update-Seite weist der Hersteller ausdrücklich darauf hin, dass sich der Zeitpunkt je nach Region und Modell unterscheidet. Zudem können einzelne Patches von Chipherstellern erst in einem späteren Monatspaket folgen.

Ältere Mittelklassegeräte, die nur noch Quartalsupdates bekommen, erhalten die Korrekturen in der Regel später gesammelt. Wie lange Ihr Gerät überhaupt noch versorgt wird, zeigt unser Vergleich der Update-Zeiträume von Samsung, Google und Apple.

So prüfen Sie den Stand: Unter Einstellungen → Software-Update → Herunterladen und installieren sucht das Gerät nach neuen Paketen. Den aktuellen Patch-Level sehen Sie unter Einstellungen → Telefoninfo → Softwareinformationen im Feld „Android-Sicherheitspatch-Level“. Nach der Installation sollte dort „1. November 2026“ stehen. Die Menünamen können je nach One-UI-Version leicht abweichen.

Häufige Fragen

Ist das November-Update für alle Galaxy-Geräte verfügbar?

Nein. Samsung verteilt es schrittweise und zuerst an große Flaggschiffmodelle. Geräte mit Quartals- oder Halbjahresupdates erhalten die Korrekturen später gesammelt.

Muss ich das Update sofort installieren?

Es ist ratsam. 20 Lücken gelten als kritisch, darunter die „SMS des Todes“, die sich ohne Ihr Zutun auslösen lässt.

Warum nennt Samsung 24 eigene Lücken, beschreibt aber nur 17?

Die übrigen Einträge hält Samsung zurück, bis genügend Geräte das Update erhalten haben. So sollen Angreifer keine Hinweise auf noch offene Fehler bekommen.