Google greift mit einer neuen Laptop-Kategorie Microsoft und Apple an: Seit dem 21. September 2026 lassen sich die ersten Googlebooks vorbestellen. Die Geräte stammen von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo und verbinden Android-Technik mit den Desktop-Grundlagen von ChromeOS. In den USA kommen sie am 4. Oktober in den Handel, in Deutschland laut Google einen Tag später, am 5. Oktober. Der Startpreis in den USA liegt bei 899 US-Dollar.
Was ist ein Googlebook?
Ein Googlebook ist kein neuer Name für das Chromebook, sondern eine eigene Geräteklasse. Google beschreibt die Plattform als Kombination aus dem Android-Technologie-Stack und den Desktop-Fundamenten von ChromeOS, die gezielt für den KI-Assistenten Gemini entwickelt wurde. Neben dem Chrome-Browser laufen Android-Apps, dazu kommen kreative Anwendungen wie Adobe-Programme und CapCut sowie Spiele.
Eine zentrale Rolle spielt die Verbindung zum Android-Smartphone. Mit Funktionen wie „Continue On“ setzen Sie eine Aufgabe vom Handy am Laptop fort, Dateien sind geräteübergreifend verfügbar, und mit „Cast My Apps“ lassen sich Smartphone-Apps auf den Laptop-Bildschirm holen.
Welche Ausstattung haben die Googlebooks?
Google schreibt für alle Geräte gemeinsame Mindestanforderungen vor:
| Merkmal | Googlebook (alle Modelle) |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core Ultra Series 3 oder Snapdragon X Elite |
| KI-Beschleuniger (NPU) | über 45 TOPS |
| Arbeitsspeicher | mindestens 16 GB, teils bis 32 GB |
| Display | Touchscreen, bis 2,8K Auflösung, teils OLED |
| Akkulaufzeit (Herstellerangabe) | bis 14 Std. Video, bis 16 Std. Surfen |
| Gehäuse | Aluminium, Magnesium, teils Carbon |
| Updates | bis zu 10 Jahre |
Die einzelnen Modelle setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Acer bietet ein Convertible, das sich zum Tablet umklappen lässt, ASUS ein besonders leichtes Reisegerät mit rund einem Kilogramm, Lenovo ein 15-Zoll-Modell für produktives Arbeiten. Dell und HP positionieren ihre Googlebooks als ausgewogene bzw. besonders edel gestaltete Geräte. Ein gemeinsames Erkennungszeichen ist die Glowbar, ein Lichtelement auf dem Gehäuse, das beim Start leuchtet oder den Akkustand anzeigt.
Mit mindestens 16 GB Arbeitsspeicher liegen die Googlebooks auf dem Niveau, das wir auch in unserer Kaufberatung Wie viel RAM braucht ein Laptop? als sinnvolles Minimum empfehlen – und auf dem Niveau, das Microsoft für seine Copilot+ PCs vorschreibt.
Welche KI-Funktionen bringt das Googlebook mit?
Google stellt mehrere Gemini-Funktionen in den Vordergrund:
- Magic Pointer: Ein KI-gestützter Mauszeiger, der per Wackelbewegung aktiviert wird und Text, Bilder und Kontext auf dem Bildschirm versteht – etwa um aus einer E-Mail direkt einen Termin anzulegen. Laut Google bleibt er ausgeschaltet, solange Sie ihn nicht aufrufen.
- Rambler: Eine Diktierfunktion, die Versprecher bereinigt und Gesprochenes in strukturierte Stichpunkte umwandelt. Sie ist laut Google mehrsprachig; ein Sprachwechsel mitten im Satz soll möglich sein.
- Create My Widget: Eigene Widgets lassen sich per Beschreibung erstellen, ohne Programmierkenntnisse.
- Für Entwickler gibt es eine vollständige Linux-Terminal-Umgebung, in der sich Werkzeuge wie Claude Code oder Googles Antigravity CLI nutzen lassen.
Wie gut diese Funktionen auf Deutsch arbeiten und welche Daten dabei in die Cloud gehen, lässt sich aus Googles Angaben noch nicht vollständig ablesen. Nutzer in Deutschland sollten die Datenschutzeinstellungen nach der Einrichtung prüfen.
Was kostet ein Googlebook in Deutschland?
In den USA beginnen die Preise bei 899 US-Dollar vor Steuern. Offizielle Euro-Preise hat Google in seiner Ankündigung nicht genannt. Die Geräte werden in Deutschland über die Hersteller und den Elektronikhandel verkauft, die Preise können je nach Modell und Ausstattung deutlich über dem US-Einstiegspreis liegen. Wir ergänzen die offiziellen Euro-Preise, sobald sie vorliegen.
Zum Kaufpreis gehören laut Google zwölf Monate Google AI Pro inklusive 5 TB Cloud-Speicher sowie jeweils drei Monate YouTube Premium und Adobe Photoshop.
Einordnung: Konkurrenz für Windows-Laptops und MacBooks
Mit dem Googlebook zielt Google auf eine Preisklasse, in der bisher Windows-Laptops und das MacBook Air dominieren. Chromebooks waren dagegen vor allem günstige Geräte für Schulen und Einsteiger. Die lange Update-Zusage von bis zu zehn Jahren und die enge Verzahnung mit Android-Smartphones sind echte Argumente. Offen ist, wie viele Windows-Programme Käufer vermissen werden, denn klassische Desktop-Software läuft auf der Plattform nicht direkt.
Wer bereits ein Android-Smartphone nutzt und vor allem im Browser, mit Android-Apps und Googles Diensten arbeitet, sollte das Googlebook im Blick behalten. Wer auf spezielle Windows-Software angewiesen ist, bleibt vorerst besser bei Windows.
Häufige Fragen
Wann kommt das Googlebook nach Deutschland?
Laut Google am 5. Oktober 2026. Vorbestellungen sind seit dem 21. September möglich.
Ist das Googlebook ein Chromebook?
Nein. Es ist eine eigene Geräteklasse, die Android-Technik mit Grundlagen von ChromeOS verbindet und Android-Apps sowie den Chrome-Browser unterstützt.
Wie lange bekommt ein Googlebook Updates?
Google verspricht regelmäßige Funktions- und Sicherheitsupdates für bis zu zehn Jahre.











