Google bringt mit dem Fitbit Edge wieder einen Fitness-Tracker mit Bildschirm auf den Markt. Das am 12. Oktober 2026 angekündigte Armband kostet im deutschen Google Store ab 179,99 € und lässt sich ab sofort vorbestellen. In den Handel kommt es am 27. Oktober.

Im Google-Sortiment schließt der Edge eine Lücke: Der Fitbit Air zeichnet Daten ohne eigenes Display auf, die Pixel Watch ist eine vollwertige Smartwatch. Der Edge sitzt dazwischen und soll laut Google genug Informationen am Handgelenk zeigen, ohne den Funktionsumfang und den Preis einer Smartwatch mitzubringen.

Was steckt im Fitbit Edge?

Das Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium und ist 11,5 Millimeter dick. Ohne Armband wiegt der Tracker laut ComputerBase 17,7 Gramm; Google gibt an, er sei 45 Prozent leichter als die Apple Watch Series 12. Neu für Fitbit ist der modulare Aufbau: Der Edge ist der erste reparierbare Tracker der Marke, der Akku lässt sich tauschen.

MerkmalGoogle Fitbit Edge
Display1,34 Zoll AMOLED, Always-on; laut Google 46 % mehr Anzeigefläche als frühere Fitbit-Tracker
Akkubis zu 7 Tage (65 mAh), austauschbar
Laden5 Minuten für etwa einen Tag, voll in rund 90 Minuten
Sensorenoptischer Puls, EKG, SpO2, Hauttemperatur, HRV, Höhenmesser
OrtungGPS, Galileo, GLONASS, BeiDou, QZSS (Single-Band)
Wasserschutz5 ATM, IP68
VerbindungBluetooth 5.4, kein NFC
KompatibilitätAndroid ab 11, iOS ab 16.4
Gewicht17,7 g ohne Armband
Dicke11,5 mm

Daten: Google Blog, ComputerBase. Akkuangaben laut Google mit Standardeinstellungen.

Beim GPS verspricht Google eine um 40 Prozent höhere Genauigkeit gegenüber der Vorgängergeneration, ComputerBase nennt dafür den Charge 6 als Vergleich. Die Ortung bleibt allerdings Single-Band; in Häuserschluchten haben Dual-Band-Uhren hier meist Vorteile.

Unterseite des Fitbit Edge mit grün leuchtendem optischen Pulssensor und den EKG-Kontakten
Bild: Google

Training automatisch erkennen

Der Edge kann mehr als 50 Trainingsarten aufzeichnen und bis zu 100 Aktivitäten selbstständig erkennen. Das ist Teil eines größeren Updates: Bisher erkannte Fitbit automatisch nur zehn Sportarten, künftig sollen es über 100 sein, darunter Krafttraining, Schwimmen und Schlägersportarten. Google spricht von fast doppelt so treffsicheren Erkennungen; verpasste Workouts sollen um mehr als die Hälfte zurückgehen.

Die Regel dahinter: Dauert eine Einheit mindestens 15 Minuten und bleibt der Puls dabei erhöht, wird sie innerhalb von 30 Minuten protokolliert. Die neue Erkennung kommt im Laufe des Oktobers auch auf den Fitbit Air und die Pixel Watch 3, 4 und 5.

Was kostet der Fitbit Edge in Deutschland?

Im Google Store Deutschland steht der Edge mit 179,99 € in der klassischen Version; alternativ bietet Google eine Finanzierung über 24 Monate zu 7,50 € pro Monat an. In den USA liegt der Preis bei 179,99 Dollar, die Stephen-Curry-Edition mit Orange-Akzenten kostet dort 219,99 Dollar. Die Curry-Edition ist auch im deutschen Store auswählbar, einen Euro-Preis nennt Google in der Ankündigung aber nicht.

Google Fitbit Edge
Google Fitbit Edgeab 179,99 €Google Store Deutschland · Marktstart 27. Oktober 2026 · 3 Monate Google Health Premium inklusive
Zur Wahl stehen vier Kombinationen aus Gehäuse und Armband: Obsidian (Mattschwarz), Fog (Silber poliert), Olive (Satin-Pyrit) und Canyon (Gold). Weitere Armbänder wie Metallglieder oder Magnetbänder verkauft Google separat.

Der Haken: Viele Funktionen hängen am Abo

Die interessantesten Neuerungen gibt es nicht ohne Premium-Mitgliedschaft. Das betrifft das personalisierte Coaching mit Gemini ebenso wie Health Guardian. Diese Funktion schätzt aus Puls- und Bewegungsdaten Trends zu Blutdruck und Insulinresistenz; sie ersetzt weder Blutdruckmessgerät noch Bluttest. Für Fitbit Air und Edge schaltet Google Health Guardian laut eigenem Blog noch im Oktober frei, aber ausdrücklich nur für Premium-Abonnenten. Auf der Pixel Watch war das Paket dagegen ohne Aufpreis gestartet, wie wir zum Start von Health Guardian auf der Pixel Watch berichtet haben.

Drei Monate Premium liegen dem Edge bei, danach kostet das Abo laut ComputerBase 8,99 € im Monat. Rechnen Sie das erste Jahr durch, kommen zu den 179,99 € für das Gerät neun bezahlte Monate (80,91 €) hinzu, zusammen also rund 261 €. Ab dem zweiten Jahr fallen knapp 108 € jährlich an, sofern Sie die Premium-Funktionen weiter nutzen wollen. Welche Auswertungen nach Ablauf der Gratismonate im Detail wegfallen, schlüsselt Google in der Ankündigung nicht auf.

Ein Abo-Modell für Gesundheitsauswertungen verfolgt auch Oura; der Ring-Hersteller hat zuletzt Health Radar und GLP-1 Insights nach Deutschland gebracht.

Für wen lohnt sich der Edge?

Für Nutzer eines älteren Fitbit-Trackers ist der Edge der naheliegende Nachfolger: größeres Display, genaueres GPS, tauschbarer Akku und eine Woche Laufzeit. Wer dagegen mit der Uhr an der Supermarktkasse bezahlen möchte, wird enttäuscht, denn ohne NFC gibt es kein Google Wallet. Schnellantworten auf Nachrichten funktionieren nur mit Android-Smartphones.

Auch die EKG-App ist nicht in jedem Land freigeschaltet; Google verweist auf länderabhängige Verfügbarkeit. Für einen Gesundheits-Tracker in dieser Preisklasse ist die Sensorausstattung trotzdem umfangreich, solange Sie die Abo-Kosten von Anfang an mit einplanen.

Häufige Fragen

Was kostet der Google Fitbit Edge in Deutschland?

Im deutschen Google Store kostet der Edge ab 179,99 €. Drei Monate Google Health Premium sind enthalten.

Wann kommt der Fitbit Edge auf den Markt?

Vorbestellungen laufen seit dem 12. Oktober 2026, der Marktstart ist am 27. Oktober.

Kann ich mit dem Fitbit Edge bezahlen?

Nein. Der Edge hat kein NFC und unterstützt daher kein Google Wallet.

Brauche ich ein Abo für den Fitbit Edge?

Nicht für den Kauf und die Einrichtung über die Google-Health-App. Gemini-Coaching und Health Guardian mit Blutdruck- und Insulinresistenz-Trends setzen jedoch Google Health Premium voraus, nach drei Gratismonaten laut ComputerBase für 8,99 € im Monat.

Funktioniert der Fitbit Edge mit dem iPhone?

Ja, ab iOS 16.4. Auf Android ist mindestens Version 11 nötig.