Valves neues VR-Headset Steam Frame ist in Deutschland offiziell erhältlich – allerdings nicht für jeden sofort. Die Variante mit 256 GB kostet 1.049 Euro, das Modell mit 1 TB 1.279 Euro. Wer kaufen darf, entscheidet ein Losverfahren. Die ersten Kaufeinladungen hat Valve ab dem 18. September verschickt; wer nicht gezogen wurde, steht auf einer Warteliste.

Während Meta auf der Connect in dieser Nacht seine neuen Brillen und Headsets präsentiert, lohnt ein genauer Blick auf das Gerät, mit dem Valve zum ersten Mal seit der Valve Index von 2019 wieder eigene VR-Hardware anbietet.

Was kostet Steam Frame in Deutschland?

Steam Frame: Preise in Deutschland
Grafik: dasTECHNO · Daten: heise, ComputerBase, Road to VR

Die beiden Modelle sind technisch identisch, der Aufpreis von 230 Euro betrifft nur den Speicher. In beiden Paketen stecken das Headset, zwei Controller und eine Vollversion von Half-Life: Alyx. Ein Netzteil fehlt dagegen: Valve verkauft das USB-C-Ladegerät separat für 39 Euro. Wer kein passendes Ladegerät mit ausreichender Leistung besitzt, sollte das beim Budget einplanen – der Einstieg liegt damit realistisch bei rund 1.088 Euro.

Optional bietet Valve ein Ergonomie-Kit (69 Euro) und ein Ersatzteil-Kit (59 Euro) an. Offiziell verkauft wird das Headset in den USA, Kanada, Großbritannien, der EU und Australien.

Wie funktioniert das Losverfahren?

Statt „wer zuerst klickt, kauft zuerst“ setzt Valve – wie schon bei der Steam Machine – auf eine Verlosung. Interessierte konnten sich im Steam-Shop registrieren; die Frist endete in Deutschland am 17. September um 19 Uhr. Danach hat Valve die Reihenfolge zufällig festgelegt.

Wer gezogen wird, erhält eine E-Mail und hat 72 Stunden Zeit, den Kauf abzuschließen. Verstreicht die Frist, geht der Platz an die nächste Person. Wer sich erst nach dem Stichtag eingetragen hat, landet in chronologischer Reihenfolge hinter den Ausgelosten. Das Verfahren soll es Scalpern – also Käufern, die Geräte zum Weiterverkauf horten – schwerer machen. Einen festen Termin, bis wann alle Registrierten bedient sind, nennt Valve nicht.

Technische Daten im Überblick

MerkmalSteam Frame
ChipQualcomm Snapdragon 8 Gen 3
Arbeitsspeicher16 GB
DisplaysLCD, 2.160 × 2.160 Pixel pro Auge
Bildwiederholrate72 bis 144 Hz (144 Hz experimentell)
TrackingInside-out über Kameras am Headset, keine Basisstationen
BesonderheitEye-Tracking für „Foveated Streaming“
BetriebssystemSteamOS
Speicher256 GB oder 1 TB

Steam Frame arbeitet eigenständig, kann aber auch Spiele vom Gaming-PC kabellos streamen. Dabei hilft das Eye-Tracking: Das Headset überträgt den Bereich, auf den Sie gerade schauen, in voller Qualität und den Rand mit weniger Details. Das spart Bandbreite und Rechenleistung. Für das Streaming liefert Valve einen 6-GHz-Funkadapter für den PC mit.

Was ist Lepton?

Parallel zum Verkaufsstart hat Valve Lepton als Open Source veröffentlicht. Das Werkzeug lässt Android-Apps unter SteamOS laufen, ergänzend zu Proton für Windows-Spiele. Für VR ist das relevant, weil Metas Quest-Headsets auf Android basieren: Studios können Quest-Spiele so mit weniger Aufwand auf Steam Frame bringen. Ob und wie schnell große Titel folgen, ist offen.

Einordnung: Für wen lohnt sich Steam Frame?

Mit über 1.000 Euro spielt Steam Frame preislich klar oberhalb typischer Standalone-Headsets. Valve setzt auf die Kombination aus eigenständigem Betrieb, direktem Zugriff auf die Steam-Bibliothek und Eye-Tracking. Interessant ist das Gerät vor allem für Nutzer, die bereits viele VR-Spiele auf Steam besitzen und kabellos am PC spielen möchten. Da wir das Headset nicht selbst ausprobiert haben, beruht diese Einordnung auf den veröffentlichten Daten.

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Häufige Fragen

Brauche ich für Steam Frame einen Gaming-PC?

Nein. Das Headset läuft mit eigenem Chip auch ohne PC. Für anspruchsvolle PC-VR-Spiele ist Streaming vom Rechner möglich.

Ist ein Ladegerät dabei?

Nein. Das USB-C-Ladegerät kostet bei Valve 39 Euro zusätzlich.

Kann ich mich noch registrieren?

Laut ComputerBase landen Nachzügler nach dem Stichtag in chronologischer Reihenfolge auf der Warteliste. Wann sie an der Reihe sind, hängt von Valves Nachschub ab.