Samsung hat im ostwestfälischen Löhne einen dauerhaften Showroom für Einbaugeräte eröffnet. Die Fläche liegt im Erdgeschoss des Kitchen Center Löhne (KCL), ist laut Samsung Deutschland 480 Quadratmeter groß und steht Küchenhändlern, Küchenplanern, Einkäufern und weiteren Branchenpartnern das ganze Jahr über offen. Die Eröffnung gab der Konzern am 22. September bekannt – pünktlich zur Küchenmeile A30.

Für den deutschen Markt ist das mehr als eine neue Messefläche: Samsung zielt damit auf das Einbausegment, in dem traditionell Hersteller wie Bosch, Siemens, Neff und Miele den Ton angeben.

Was zeigt Samsung im Showroom?

Musterküche mit grünen Fronten und Kochinsel im Samsung-Showroom Löhne
Bild: Samsung

Statt Geräte nebeneinander ins Regal zu stellen, baut Samsung sie in realistische Küchen- und Wohnsituationen ein. Die Fläche gliedert sich in mehrere Bereiche:

  • Eingangsbereich: Küche und Wohnraum zeigen, wie Einbaugeräte und SmartThings-fähige Produkte im Haushalt zusammenspielen.
  • Drei Gerätepakete: Einstiegs-, Mittel- und Premiumklasse lassen sich direkt vergleichen – kombiniert mit Küchenfronten in Holz, Weiß und Navy.
  • Produktzone: Kühlen, Kochen und Spülen sowie ausgewählte Neuheiten.
  • Beratungsbereich: offene Fläche für Vorführungen, Partnergespräche und Schulungen. Hier stellt Samsung auch seine B2B-Plattform SPACE für Bestellungen und Produktdaten vor.
GerätBesonderheit laut Samsung
Kochfeld mit integriertem Dunstabzug (Extractor Induction Hob)2026 neu eingeführt
Bespoke AI GeschirrspülerFunktion „AI Wash“
Bespoke AI BackofenFunktion „AI Pro Cooking“
SlimFit-Induktionskochfelderkratzfeste, matte Oberfläche (Mohs-Härte 8)
Einbau- und Stand-KühlgeräteSmartThings-Vernetzung

Preise für einzelne Geräte nennt Samsung in der Mitteilung nicht; sie hängen im Küchenhandel ohnehin stark vom jeweiligen Küchenpaket ab.

Warum ausgerechnet Löhne?

Laut Samsung konzentrieren sich in Ostwestfalen-Lippe rund zwei Drittel der deutschen Küchenindustrie. Jedes Jahr im September findet hier die Küchenmeile A30 statt, mit mehr als 300 Marken und über 25.000 Fachbesuchern eine der wichtigsten B2B-Plattformen der Branche in Europa. Samsung ist dort seit 2013 vertreten. In diesem Jahr dient der neue Showroom zugleich als Messestand.

Bereits im März hatte Samsung angekündigt, den bisherigen Messestandort zu verlassen und ins KCL zu ziehen. Ralf Birk, bei Samsung für den Einbau- und Möbelfachhandel zuständig, wertete den eigenen Showroom damals als klares Signal für die strategischen Ziele im Einbaugeschäft.

Kennzahlen zum Samsung-Showroom und zum deutschen Einbaumarkt
Grafik: dasTECHNO · Daten: Samsung

Was bedeutet das für Käufer in Deutschland?

Der Hintergrund ist eine deutsche Besonderheit: Nach Samsung-Angaben entfällt mehr als die Hälfte des Hausgeräte-Umsatzes hierzulande auf Einbaugeräte, und rund 65 Prozent davon werden über Küchenstudios und Möbelhäuser verkauft. Wer eine neue Küche plant, wählt Backofen, Kochfeld und Geschirrspüler also meist nicht selbst im Elektromarkt, sondern folgt der Empfehlung des Küchenplaners.

Genau hier setzt Samsung an. Für Verbraucher heißt das mittelfristig:

  • Mehr Auswahl im Küchenstudio: Wenn Händler Samsung-Pakete kennen und bestellen können, tauchen sie häufiger in Angeboten auf – auch in günstigeren Preisklassen.
  • Vernetzte Küche als Verkaufsargument: Samsung setzt stark auf SmartThings. Wer bereits Samsung-Smartphone, TV oder Waschmaschine nutzt, kann Geräte in einer App bündeln.
  • Genau hinschauen bei Service und Ersatzteilen: Bei Einbaugeräten, die viele Jahre in der Küche bleiben, sind Kundendienst und Ersatzteilversorgung wichtiger als bei einem Smartphone. Fragen Sie im Küchenstudio konkret nach Servicepartnern in Ihrer Region.

Wichtig beim Thema Vernetzung: Smarte Hausgeräte verarbeiten Nutzungsdaten. Prüfen Sie in der App, welche Daten geteilt werden, und sichern Sie das Konto mit Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Passkeys ab.

Der Showroom selbst richtet sich an Fachbesucher. Ein Angebot für Privatkunden hat Samsung nicht angekündigt.

Hintergrund

Samsung ist in Deutschland vor allem bei Stand-Kühlschränken, Waschmaschinen und Fernsehern stark. Im Einbaubereich ist der Konzern dagegen Herausforderer. Unter der Marke „Bespoke“ setzt Samsung seit einigen Jahren auf Design und Individualisierung, inzwischen ergänzt um KI-Funktionen („Bespoke AI“). Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen dauerhaft in Organisation, Service, Schulungen und Vertrieb für den Küchenfachhandel.

Sang Jik Lee, Executive Vice President und Leiter Vertrieb und Marketing der Hausgerätesparte, nennt den Showroom einen wichtigen Schritt für das europäische Einbaugeschäft. Zunächst liegt der Fokus auf Deutschland; später soll Löhne als regionales Demonstrations-, Schulungs- und Kooperationszentrum für ganz Europa dienen.

Häufige Fragen

Wo befindet sich der neue Samsung-Showroom?

Im Erdgeschoss des Kitchen Center Löhne in Löhne (Nordrhein-Westfalen), mitten im Zentrum der ostwestfälischen Küchenindustrie.

Können Privatkunden den Showroom besuchen?

Samsung richtet die Fläche an Küchenhändler, Planer, Einkäufer und andere Branchenpartner. Ein Angebot für Endkunden wurde nicht angekündigt.

Welche Geräte sind zu sehen?

Unter anderem das Induktionskochfeld mit integriertem Dunstabzug, der Bespoke AI Geschirrspüler, der Bespoke AI Backofen, SlimFit-Kochfelder sowie Einbau- und Standkühlgeräte.

Was kosten die Samsung-Einbaugeräte?

Samsung nennt in der Ankündigung keine Preise. Im Küchenhandel hängen die Preise vom jeweiligen Gerätepaket und dem Küchenangebot ab.