Apple hat das iPad mini grundlegend erneuert: Das kleinste iPad bekommt erstmals ein OLED-Display mit 8,5 Zoll Diagonale, den neuen A20-Pro-Chip und eine Zertifizierung nach IP67 gegen Wasser und Staub. Vorgestellt wurde es am Montag, 26. Oktober 2026, per Pressemitteilung. In Deutschland startet der Preis bei 749 Euro, vorbestellen lässt es sich ab Mittwoch, 28. Oktober, 18:10 Uhr, in den Läden steht es ab Freitag, 6. November.

Wichtig für die Einordnung: Das iPad mini ist nicht Teil des Apple-Termins am 28. Oktober. Apple hat das Tablet vorab separat angekündigt. Was am Mittwoch unter dem Motto „Pro and tell“ ansteht, haben wir in unserem Überblick zum Apple Event am 28. Oktober zusammengefasst.

Was kostet das neue iPad mini in Deutschland?

Die Euro-Preise stammen direkt aus dem Apple Online Store Deutschland (Stand 26. Oktober 2026, inklusive Mehrwertsteuer). Der Speicher reicht von 128 GB bis 512 GB, Farben gibt es zwei: Mitternacht und Polarstern.

Neues iPad mini (A20 Pro): Preise in Deutschland
Grafik: dasTECHNO · Daten: Apple Online Store Deutschland
KonfigurationPreis in Deutschland
128 GB, WLAN749 €
256 GB, WLAN879 €
512 GB, WLAN1.129 €
Nanotexturglas (nur 256 und 512 GB)ab 1.009 €
WLAN + Cellular, 128 GB919 €
iPad mini (A20 Pro)
iPad mini (A20 Pro)ab 749 €128 GB, WLAN · Apple Online Store Deutschland · Vorbestellung ab 28.10., 18:10 Uhr
Der Mobilfunk-Aufpreis liegt damit wie bisher bei 170 Euro. Beim Einstiegspreis wird es dagegen teurer: Das Vorgängermodell mit A17 Pro stand zuletzt mit 679 Euro im Apple Store, das neue Modell kostet 70 Euro mehr. In den USA verlangt Apple 699 US-Dollar (WLAN) bzw. 849 Dollar (Cellular), jeweils ohne Umsatzsteuer; der Vorgänger war dort 2024 für 499 Dollar gestartet. Wer ohnehin mehr Speicher braucht, sollte genau rechnen: Nur das 512-GB-Modell bekommt den vollen Chip (mehr dazu unten).

OLED, dünneres Gehäuse und IP67: Was ist neu?

Der größte Sprung betrifft das Display. Statt eines LCD-Panels mit 8,3 Zoll nutzt das iPad mini jetzt ein 8,5 Zoll großes OLED, das Apple „Super Retina XDR“ nennt. Die Ränder sind laut Apple um 24 Prozent schmaler, sodass die größere Fläche ohne nennenswert größeres Gehäuse auskommt. Die Eckdaten im Überblick:

  • Helligkeit: bis zu 1.200 Nits Spitze bei HDR, 600 Nits im Vollbild; minimal 1 Nit für dunkle Räume
  • Kontrast: 2.000.000:1, typisch für OLED mit echtem Schwarz
  • Nanotexturglas: optional gegen Spiegelungen, bislang dem iPad Pro vorbehalten; nur für 256 und 512 GB
  • Gehäuse: 5,4 mm statt 6,3 mm beim Vorgänger
Das neue iPad mini liegt mit Wassertropfen auf dem Display auf einer weißen Fläche
Bild: Apple

Neu ist auch die Schutzklasse IP67. Das bedeutet staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen. Für ein Tablet, das oft im Rucksack, in der Küche oder im Cockpit landet, ist das ein praktischer Vorteil, ersetzt aber keine Hülle bei Stürzen.

Beim Ton spricht Apple von einem „Acoustic Display“: Tieftöner sollen über das Display für mehr Bass und Lautstärke sorgen, Hochtöner sitzen zwischen Glas und Aluminiumgehäuse. Wie gut das klingt, lässt sich erst nach Marktstart beurteilen.

A20 Pro: Nicht jede Speichervariante hat denselben Chip

Der A20 Pro wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Apple nennt im Vergleich zur Vorgängergeneration bis zu 2,7-fache Grafikleistung und bis zu 4,5-fache KI-Leistung. Das sind Herstellerangaben; unabhängige Messwerte gibt es noch nicht.

Ein Detail steht nur im Konfigurator: Die Modelle mit 128 und 256 GB haben eine 5-Core-CPU und eine 16-Core Neural Engine. Erst das 512-GB-Modell bekommt die 6-Core-CPU und eine doppelte 16-Core Neural Engine. Die GPU hat in allen Varianten sieben Kerne. Für Lesen, Streaming und Notizen dürfte der Unterschied kaum spürbar sein; wer aufwendige Apps für Zeichnen oder Bildbearbeitung nutzt, sollte ihn kennen.

Kamera, Funk und Zubehör

Das neue iPad mini in Polarstern mit Videoanruf auf dem Display, dahinter die Rückseite mit Kamera
Bild: Apple

Die 12-MP-Frontkamera mit Center Stage sitzt jetzt an der langen Seite, also dort, wo sie bei Videocalls im Querformat hingehört. Hinten arbeitet eine 12-MP-Weitwinkelkamera mit Smart HDR 4 und 4K-Video bei 60 Bildern pro Sekunde.

Für die Funkverbindungen setzt Apple auf eigene Chips: Der N1 bringt Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Im Cellular-Modell steckt das C2-Modem, das laut Apple bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkgeschwindigkeiten erreicht. Wie schon beim Vorgänger läuft der Mobilfunk über eSIM, die Telekom, Vodafone und O2 in Deutschland anbieten. Wie Sie eine eSIM einrichten, erklärt unser Ratgeber zur eSIM-Aktivierung.

Als Stift funktionieren Apple Pencil Pro und Apple Pencil (USB-C). Dazu gibt es ein neues Smart Folio. Ausgeliefert wird das iPad mini mit iPadOS 27 und Apple Intelligence.

Neues iPad mini im Vergleich zum Vorgänger

iPad mini (A20 Pro, 2026)iPad mini (A17 Pro, 2024)
Display8,5 Zoll OLED, bis 1.200 Nits8,3 Zoll LCD, 500 Nits
ChipA20 Pro (5- bzw. 6-Core-CPU, 7-Core-GPU)A17 Pro (6-Core-CPU, 5-Core-GPU)
Dicke5,4 mm6,3 mm
Wasser/StaubIP67keine Zertifizierung
WLAN / BluetoothWi-Fi 7 / Bluetooth 6Wi-Fi 6E / Bluetooth 5.3
Nanotexturglasoptionalnein
Preis Deutschland (128 GB, WLAN)749 €zuletzt 679 €

Datenblatt-Vergleich auf Basis der Herstellerangaben, kein Praxisvergleich.

Lohnt sich der Umstieg?

Wer ein iPad mini mit A15 oder älter nutzt, bekommt mit OLED, IP67 und Wi-Fi 7 einen deutlichen Schritt nach vorn. Für Besitzer des Modells von 2024 ist der Unterschied vor allem das Display; der Mehrpreis von 70 Euro ist überschaubar, ein Neukauf allein für mehr Rechenleistung lohnt sich laut den bisherigen Daten eher nicht. Einen Überblick über alle aktuellen Modelle bietet unsere Seite zu MacBook- und iPad-Preisen in Deutschland.

Häufige Fragen

Wann kommt das neue iPad mini in Deutschland?

Vorbestellungen sind ab Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 18:10 Uhr möglich. Im Handel und bei den ersten Kunden ist das Gerät ab Freitag, 6. November.

Wie viel kostet das iPad mini mit OLED?

In Deutschland ab 749 Euro für 128 GB mit WLAN. Die Cellular-Variante beginnt bei 919 Euro, das Topmodell mit 512 GB WLAN kostet 1.129 Euro.

Ist das neue iPad mini wasserdicht?

Es ist nach IP67 zertifiziert, also staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Dauerhaftes Tauchen oder Salzwasser deckt diese Schutzklasse nicht ab.

Funktioniert der alte Apple Pencil?

Unterstützt werden Apple Pencil Pro und Apple Pencil (USB-C). Andere Stifte führt Apple in der Mitteilung nicht als kompatibel auf.