Apple hat seine jahrelange Linie aufgegeben: Mit dem MacBook Pro mit PROLED XDR Display kommt der erste Mac, den Sie per Finger auf dem Bildschirm bedienen können. Vorgestellt wurde es am Mittwochabend, 28. Oktober 2026, beim Event „Pro and tell“. In Deutschland beginnt der Preis bei 3.299 Euro für das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro. Vorbestellungen laufen bereits, ausgeliefert wird ab Freitag, 6. November.
Wichtig für die Einordnung: Das neue Gerät ersetzt das bekannte MacBook Pro nicht. Im deutschen Apple Store stehen jetzt zwei Baureihen nebeneinander, die günstigere mit Mini-LED-Display und ohne Touch, darüber die neue OLED-Reihe.
Was kostet das Touch-MacBook-Pro in Deutschland?
Die Preise stammen aus der deutschen Pressemitteilung von Apple. Die beiden Einstiegspreise haben wir am Morgen des 29. Oktober zusätzlich im Apple Online Store Deutschland abgelesen; alle Beträge enthalten 19 Prozent Mehrwertsteuer.
| Modell | Chip | Preis Deutschland | Bildungspreis |
|---|---|---|---|
| 14 Zoll PROLED XDR | M5 Pro | ab 3.299 € | ab 3.129 € |
| 14 Zoll PROLED XDR | M5 Max | ab 5.119 € | ab 4.859 € |
| 16 Zoll PROLED XDR | M5 Pro | ab 3.899 € | ab 3.669 € |
| 16 Zoll PROLED XDR | M5 Max | ab 5.599 € | ab 5.249 € |

In den USA kostet das 14-Zoll-Modell 2.899 Dollar ohne Sales Tax. Mit dem EZB-Referenzkurs vom 27. Oktober (1 Euro = 1,1150 Dollar) und 19 Prozent Mehrwertsteuer ergäbe das rechnerisch rund 3.094 Euro. Der deutsche Preis liegt also gut 200 Euro darüber. Das ist eine Orientierungsrechnung, kein offizieller Preis.

Wie viel Aufpreis kostet der Touchscreen?
Am direktesten lässt sich das beim 16-Zoll-Modell mit M5 Pro vergleichen: Die bisherige Version mit Liquid Retina XDR (Mini-LED) startet im deutschen Store bei 3.399 Euro, die PROLED-Version bei 3.899 Euro. Für OLED, Touch, Dynamic Island und das leichtere Gehäuse zahlen Sie also 500 Euro mehr. In den USA beträgt der Abstand laut 9to5Mac 400 Dollar.
Beim 14-Zoll-Modell ist die Lage anders. Die günstigste Variante ohne Touch gibt es mit dem neuen M6 schon ab 2.299 Euro, die PROLED-Reihe startet erst mit M5 Pro. Wer vor allem ein mobiles Arbeitsgerät sucht, findet in unserem Beitrag zum MacBook Pro mit M6 die günstigere Alternative.
Was kann das PROLED XDR Display?

Apple nutzt ein Tandem-OLED-Panel mit zwei übereinanderliegenden selbstleuchtenden Schichten, ein Prinzip, das Sie vom iPad Pro kennen. Die Eckdaten laut Hersteller:
- bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit, und zwar bei HDR- und bei SDR-Inhalten
- Kontrastverhältnis von 10.000.000:1
- Farbräume P3 und Adobe RGB
- ProMotion mit variabler Bildwiederholrate von 10 bis 120 Hz
- Diagonalen von 14,2 und 16,3 Zoll
Der Touchsensor sitzt direkt im Panel. Bedient wird mit gewohnten Gesten: Webseiten per Wischbewegung scrollen, mit zwei Fingern in ein Foto zoomen. Apple nennt als Beispiele für Profi-Software Adobe Lightroom, DaVinci Resolve und Blender. Die Tastatur und das Trackpad bleiben; Touch ist eine zusätzliche Eingabeart, kein Ersatz.
Statt der Notch gibt es oben im Display eine Dynamic Island wie beim iPhone. Dort erscheinen Live-Aktivitäten, Sie können Anrufe annehmen, Musik steuern und Spotlight oder Siri aufrufen.
Technische Daten im Überblick
| MacBook Pro PROLED XDR 14" | MacBook Pro PROLED XDR 16" | |
|---|---|---|
| Display | 14,2" Tandem-OLED, Touch | 16,3" Tandem-OLED, Touch |
| Chip | M5 Pro oder M5 Max | M5 Pro oder M5 Max |
| Arbeitsspeicher / SSD | bis 128 GB / bis 16 TB | bis 128 GB / bis 16 TB |
| Gewicht | 1,38 kg | 1,82 kg |
| Akkulaufzeit (Apple-Angabe) | bis 24 Std., je nach Modell | bis 24 Std., je nach Modell |
| Anschlüsse | 3 × Thunderbolt 5, HDMI, SDXC, MagSafe, Klinke | wie 14" |
| Externe Displays | 3 (M5 Pro) / 4 (M5 Max) | 3 (M5 Pro) / 4 (M5 Max) |
Datenblatt-Vergleich auf Basis der Herstellerangaben, kein Praxisvergleich.
Die Chips sind dieselben wie im bisherigen MacBook Pro, beim Tempo sollten Sie also keinen Sprung erwarten. Spürbar ist dagegen das Gewicht: Das 14-Zoll-Modell wiegt laut Apple rund 230 Gramm weniger als bisher. Dazu kommen ein überarbeitetes System aus sechs Lautsprechern mit 50 Prozent tieferem Bass, eine 12-MP-Center-Stage-Kamera, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Ausgeliefert wird mit macOS 27 und Apple Intelligence.
Johny Srouji, bei Apple für die Hardware zuständig, nennt das PROLED XDR „das weltbeste Laptop Display“. Unabhängige Messungen dazu gibt es noch nicht.
Warum Touch erst jetzt?
Apple hat Touchscreens am Mac lange abgelehnt und stattdessen ab 2016 die Touch Bar über der Tastatur verbaut. Die kleine Leiste fand wenig Anklang und verschwand 2021 wieder aus dem MacBook Pro. Der Unterschied heute: Der Touchscreen ergänzt die normale Bedienung, statt eine Sonderfläche einzuführen, und viele iPad-Apps laufen ohnehin seit Jahren auf Apple-Silicon-Macs. Ob sich das im Alltag bewährt, wird sich erst zeigen, wenn die Geräte ab dem 6. November bei Kundinnen und Kunden sind.
Für wen lohnt sich das Touch-MacBook-Pro?
Die neue Reihe richtet sich an Fotografen, Videoschnitt und 3D-Arbeit, also an Menschen, für die Kontrast, Farbtreue und große Farbräume bares Geld wert sind. Wer überwiegend schreibt, programmiert oder im Browser arbeitet, bekommt mit dem bisherigen MacBook Pro dieselbe Rechenleistung für mindestens 500 Euro weniger. Einen Überblick über alle aktuellen Apple-Preise finden Sie in unserer Übersicht der MacBook- und iPad-Preise. Was vor dem Event erwartet wurde, lesen Sie in unserem Vorbericht zu „Pro and tell“.
Häufige Fragen
Was kostet das MacBook Pro mit Touchscreen in Deutschland?
Ab 3.299 Euro für 14 Zoll mit M5 Pro und ab 3.899 Euro für 16 Zoll mit M5 Pro. Mit M5 Max sind es ab 5.119 Euro (14 Zoll) und ab 5.599 Euro (16 Zoll).
Ab wann ist das MacBook Pro mit PROLED XDR Display erhältlich?
Vorbestellungen sind seit dem 28. Oktober 2026 möglich. Im Handel und bei den ersten Kunden ist es ab Freitag, 6. November 2026.
Wird das bisherige MacBook Pro eingestellt?
Nein. Das MacBook Pro mit Liquid Retina XDR (Mini-LED) bleibt im deutschen Apple Store erhältlich: 14 Zoll ab 2.299 Euro mit M6, 16 Zoll ab 3.399 Euro mit M5 Pro.
Gibt es das Touch-MacBook-Pro mit dem M6-Chip?
Nein. Die PROLED-Reihe gibt es nur mit M5 Pro oder M5 Max. Der M6 steckt bislang nur im günstigeren 14-Zoll-MacBook-Pro ohne Touch.










