Elf Jahre nach dem Original schickt CD Projekt Red Geralt noch einmal mit frischer Technik los. The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered ist seit Dienstag, 29. September 2026, 12 Uhr MESZ auf allen Plattformen gleichzeitig verfügbar. Für die meisten Spielerinnen und Spieler in Deutschland ist das vor allem ein großes, kostenloses Update: Wer das Rollenspiel bereits besitzt, zahlt nichts extra. Auf dem PC gibt es allerdings zwei Hürden, die Sie vor dem Download kennen sollten – Windows 11 und, bei aktuellen Radeon-Karten, der richtige Treiber.

Wer das Upgrade kostenlos bekommt

AusgangslageWas Sie bekommen
PC-Version bei GOG, Steam oder Epic Games StoreRemastered als kostenloses Update
PS5 oder Xbox Series X\SKostenloses Upgrade innerhalb derselben Plattform
Nintendo SwitchSwitch-2-Fassung ohne Aufpreis
PS4 / Xbox OneIn der offiziellen Plattformliste nicht enthalten
Hearts of Stone und Blood and WineFür alle Besitzer des Hauptspiels gratis
Neukaufnötig, auch neu über Battle.net erhältlich

Das Upgrade gilt jeweils innerhalb des Ökosystems, in dem Sie das Spiel gekauft haben – eine Steam-Lizenz schaltet also keine PS5-Fassung frei. Laut CD Projekt Red gilt die Regel für Disc- und Download-Versionen gleichermaßen. Einen Euro-Preis für Neukunden haben wir im offiziellen Material nicht gefunden; bei GOG und Steam läuft zum Start ein Rabatt von 50 Prozent, die Preise unterscheiden sich je nach Shop.

PC: Windows 11 ist Pflicht

Die offizielle Tabelle nennt für jedes Profil 64-Bit-Windows 11 und 60 GB SSD-Speicher; im Epic Games Store sind 95 GB freier Platz nötig. Windows 10 taucht nicht mehr auf. Das Spiel mag darauf noch starten, offiziell unterstützt wird es aber nicht – relevant für alle, die ihren Rechner nach dem Support-Ende von Windows 10 im Oktober 2025 nicht umgestellt haben.

Offizielle PC-Systemanforderungen von The Witcher 3 Remastered von Minimum bis Path Tracing Bild: CD PROJEKT RED

ProfilAuflösung / FPSCPU (Intel / AMD)GPU (Nvidia / AMD)RAM
Minimum (Low)1080p / 30Core i5-8400 / Ryzen 5 2600GTX 1660 / RX 5500 XT 8 GB12 GB
Empfohlen (High)1080p / 60Core i7-8700K / Ryzen 5 3600XRTX 2060 Super / RX 6600 XT16 GB
Ultra1440p / 60Core i7-13700K / Ryzen 7 7700XRTX 3070 Ti / RX 6800 XT24 GB
RT empfohlen1440p / 60 (mit Upscaling)Core i7-13700K / Ryzen 7 7700XRTX 4080 / RX 9070 XT24 GB
Path Tracing2160p / 60 (DLSS + Frame Generation)Core i9-13900K / Ryzen 7 9800X3DRTX 508024 GB

Auffällig ist der Speicherbedarf: Schon das Minimum verlangt 12 GB RAM, für Ultra und Raytracing sind 24 GB angegeben. Bei den aktuell hohen Speicherpreisen ist das für ältere Gaming-PCs mit 16 GB eine echte Grenze.

Radeon RX 9000: erst den Treiber aktualisieren

Wer eine Radeon RX 9000 (RDNA 4) nutzt, sollte vor dem ersten Start den Treiber prüfen. Laut ComputerBase führt Adrenalin 26.9.1 auf diesen Karten zu starken Grafikfehlern; erforderlich ist Adrenalin 26.9.2, der kurz vor dem Start noch nicht zum Download bereitstand. Radeon RX 7000 ist nach diesem Bericht nicht betroffen. Nvidia (GeForce 617.14) und Intel (Treiber 9333) haben passende Versionen bereits veröffentlicht.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

  • Technik: native DirectX-12-Engine mit Multithreading, überarbeitete Texturen und Modelle, GTAO, raytracte lokale Schatten und auf dem PC Path Tracing sowie raytracte HairWorks.
  • Upscaler: DLSS 4.5 mit Ray Reconstruction, FSR 4 mit Frame Generation (ab Radeon RX 7000, sonst FSR 2) und XeSS 2.0.
  • Spielsystem: neu gestalteter Fähigkeitenbaum mit drei Rängen – deshalb werden die Skillpunkte in alten Spielständen zurückgesetzt. Dazu kommen überarbeitete Monster-Angriffe und bessere Animationen für Geralt und Plötze.
  • Aussehen ändern: Die Meisterhandwerker Yoana und Hattori ändern per „Reforging" die Optik von Ausrüstung, ohne die Werte anzutasten.
  • Komfort: bessere Karte und Questverfolgung, gebündelte Beutefenster, Plündern vom Pferd aus, kürzere Tutorials, ein ausgebauter Fotomodus.
  • Barrierefreiheit: Voreinstellung „Bard's Ballad" mit unbegrenztem Atem, unzerstörbarer Ausrüstung und ohne Gewichtslimit.
  • Mods: plattformübergreifende Mods über mod.io direkt im Spiel.

Auf der PS5 zielt der Raytracing-Modus auf 60 FPS, auf der PS5 Pro sind mit PSSR und VRR bis zu 90 FPS möglich. Die Switch-2-Fassung unterstützt Bewegungssteuerung, Gyro-Zielen, Touchscreen und VRR im Handheld-Modus; auf Xbox kommt Play Anywhere hinzu. Mit Songs of the Past hat CD Projekt Red zudem eine neue Story-Erweiterung angekündigt, die separat erscheint.

Weitere Gaming-Themen der Woche: die Vorbestellung von God of War Laufey und der Start von EA Sports FC 27.

Häufige Fragen

Ist The Witcher 3 Remastered kostenlos? Für Besitzer auf PC, PS5, Xbox Series X|S und Switch ja – jeweils auf der eigenen Plattform, Switch-Besitzer erhalten die Switch-2-Fassung.

Läuft das Remastered unter Windows 10? Offiziell nicht: Alle Anforderungsprofile nennen 64-Bit-Windows 11.

Wie viel RAM brauche ich? 12 GB für das Minimum, 16 GB für „High", 24 GB für Ultra, Raytracing und Path Tracing.

Funktionieren alte Spielstände? Ja, allerdings werden die Fähigkeitspunkte wegen des neuen Skillsystems zurückgesetzt und müssen neu verteilt werden.

Gibt es eine PS4- oder Xbox-One-Version? Die offizielle Plattformliste nennt nur PS5 und Xbox Series X|S.