Google hat sein Bildmodell erneuert und dabei die Preise deutlich gesenkt. Nano Banana 2.1, am 6. Oktober 2026 vorgestellt, erzeugt und bearbeitet Bilder nach Textanweisungen und löst Nano Banana 2 ab. Für Entwickler halbiert sich der Preis pro Bild in den Auflösungen 1K und 2K; ein Bild in 1K kostet über die Gemini API nun 0,0336 US-Dollar, also rund 3,4 US-Cent.

Für Privatnutzer ist das neue Modell vor allem in der Gemini-App interessant. Laut Google startet der Rollout dort ebenso wie im AI Mode der Google-Suche, in AI Studio, Flow, Stitch, Google Ads und auf der Gemini Enterprise Platform.

Was kann Nano Banana 2.1 besser?

Nach Angaben von Google arbeitet das Modell vor allem in drei Bereichen genauer: bei visuellem Design wie Infografiken, bei der gezielten Bearbeitung einzelner Bildbereiche über Masken und bei der Konsistenz von Personen und Figuren über mehrere Bilder hinweg. Laut Modellkarte basiert Nano Banana 2.1 auf Gemini 3.6 Flash.

Die Modellkarte nennt dazu Googles eigene Bewertungen, bei denen Menschen Bilder verschiedener Modelle vergleichen:

Bewertung (Google-intern)Nano Banana 2.1Nano Banana 2
Gesamtpräferenz (Elo)1050990
Bearbeitung mit mehreren Figuren (Elo)1106978
Faktentreue bei Infografiken0,5210,179

Diese Werte stammen vom Hersteller und sind nicht unabhängig überprüft. Den größten Sprung gibt es bei Infografiken: Hier lag der Vorgänger deutlich häufiger daneben, etwa bei Zahlen oder Beschriftungen.

Laut heise kann das Modell bis zu 14 Referenzbilder verarbeiten, auf die Web- und Bildersuche zurückgreifen und mit drei einstellbaren Denkstufen arbeiten. Ausgegeben werden Bilder in 1K, 2K und 4K.

Was kostet Nano Banana 2.1?

Die Preise gelten für die kostenpflichtige Gemini API im Standard-Tarif. Google nennt sie in US-Dollar:

Gemini API: Preis pro Bild im Vergleich
Grafik: dasTECHNO · Daten: Google Gemini API Pricing (Standard-Tarif, Stand 07.10.2026)

Bei 1K und 2K sinkt der Bildpreis also um die Hälfte, bei 4K um etwa ein Viertel (0,151 $ → 0,113 $). Grund ist der niedrigere Tarif für Bild-Output: 30 statt 60 Dollar pro Million Token. Im Batch-Modus, bei dem Aufträge zeitversetzt abgearbeitet werden, halbieren sich die Preise noch einmal; ein 1K-Bild kostet dann 0,0168 $.

Aber Vorsicht bei der Rechnung: Der Preis für Eingaben, also Text, Bilder und Videos, die Sie dem Modell schicken, steigt von 0,50 $ auf 1,50 $ pro Million Token. Wer viel mit langen Anweisungen oder mehreren Referenzfotos arbeitet, spart deshalb weniger als die Hälfte. Bei einfachen Prompts überwiegt der niedrigere Bildpreis klar: 1.000 Bilder in 1K kosten im Standard-Tarif rund 33,60 $ statt 67 $ Output-Kosten.

Was bedeutet das für Nutzer in Deutschland?

  • In der Gemini-App zahlen Sie nichts extra. Wie viele Bilder Sie erzeugen dürfen, hängt weiter von Ihrem Tarif ab. Google hat die Nutzungsstufen erst kürzlich umgebaut: Ab 9. Oktober gilt für Gratis-Nutzer eine deutlich engere Modellauswahl.
  • Für Entwickler und Agenturen lohnt der Blick auf die eigene Kostenstruktur. Viele kurze Prompts profitieren stark, Workflows mit vielen Eingabebildern weniger.
  • Für Werbetreibende ist das Modell direkt in Google Ads verfügbar, etwa für Varianten von Anzeigenmotiven.

Eine regionale Einschränkung für Deutschland oder die EU nennt Google nicht. Da der Rollout schrittweise läuft, kann es einige Tage dauern, bis die neue Version überall aktiv ist. Wir haben das Modell nicht selbst ausprobiert; alle Angaben stammen von Google und den genannten Quellen.

Wo hat das Modell noch Schwächen?

Google listet in der Modellkarte selbst Grenzen auf: Kleine Schrift, lange Textabsätze und ganze Seiten gelingen weiterhin schlecht. Auch die Ähnlichkeit von Figuren zwischen Ausgangs- und Ergebnisbild ist nicht immer perfekt, und bei räumlicher Platzierung sowie komplexen Anweisungen kann das Modell danebenliegen. Der Wissensstand reicht laut Google bis März 2026.

Hintergrund: Preiskampf bei Bild-KI

Mit Nano Banana hatte Google im vergangenen Jahr einen viel beachteten Bildgenerator gestartet. Die Konkurrenz ist groß: OpenAI, Midjourney und chinesische Anbieter wie Alibaba bringen in kurzen Abständen neue Modelle. Günstigere API-Preise sollen vor allem Entwickler und Unternehmen an Googles Plattform binden. Welche Bildgeneratoren es gibt und worin sie sich unterscheiden, zeigt unser Überblick über KI-Bildgeneratoren.

Häufige Fragen

Ist Nano Banana 2.1 kostenlos?

In der Gemini-App ja, im Rahmen der Limits Ihres Tarifs. Über die Gemini API kostet ein Bild ab 0,0336 $ (1K, Standard-Tarif).

Wie viel günstiger ist das neue Modell?

Bei 1K- und 2K-Bildern rund 50 %, bei 4K etwa 25 %. Eingaben sind dagegen dreimal so teuer wie bei Nano Banana 2.

Wo kann ich Nano Banana 2.1 nutzen?

In der Gemini-App, im AI Mode der Google-Suche, in Google AI Studio, über die Gemini API sowie in Flow, Stitch, Google Ads und Gemini Enterprise.

Kann das Modell Texte in Bildern sauber darstellen?

Besser als der Vorgänger, vor allem bei Infografiken. Kleine Schrift und lange Absätze bleiben laut Google aber eine Schwäche.